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Tick, Tack ... Wie lange dauert Veränderung?

Digitalisierung, Diversity, Fachkräftemangel – Unternehmen stehen heute vor großen Herausforderungen. Um sie zu meistern, ist es wichtig sich strategisch (immer wieder) neu auszurichten, tragfähige Visionen zu erarbeiten und nicht selten auch strukturelle Veränderungen umzusetzen.

Doch für langwierige Transformationsprozesse fehlt die Zeit. Schnelles Handeln ist gefragt und innovative Lösungen gefordert. Doch wie lassen sich auch in kürzester Zeit gute, nachhaltige Ergebnisse erzielen?

Die Antwort liegt bei den Mitarbeitern selbst. Sie verfügen über das Potenzial, Innovationen zu entwickeln und über die Fähigkeiten, Veränderungen zuzulassen – das Unternehmen kann hierfür den passenden Rahmen schaffen.

 

Diversity als Kreativmotor und Wettbewerbsfaktor

Wie wichtig der Innovationsgedanke für Unternehmen ist, zeigt eine aktuelle Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, bei der 12.000 Firmen aus 70 Ländern befragt wurden. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass „fast zwei Drittel der Unternehmen, die auf eine Geschlechterdurchmischung in der Firmenleitung setzen, ihre Gewinne steigern konnten. Die Mehrheit erzielte Zuwächse zwischen zehn und 15 Prozent.

Interessant ist hier vor allem der Zusammenhang zwischen diversen Teams und ihrer großen Strahlkraft: Denn mehr als jedes zweite Unternehmen verbesserte sich in den Bereichen Kreativität, Innovation und unternehmerische Offenheit. Mehr als die Hälfte gaben zudem an, Fachkräfte leichter gewinnen und halten zu können.

Das verdeutlicht, dass für den Erfolg heutiger Unternehmen genau diese Kriterien eine große Rolle spielen: Innovation, Offenheit, Kreativität. Sie ergreifen Maßnahmen, z.B. durch Erhöhung des Frauenanteils, um Veränderung durch kulturelle Aspekte möglich zu machen. Auf diese Weise sollen neue Denk- und Arbeitsweisen entwickelt sowie eine zeitgemäße Unternehmenskultur etabliert werden, in der eine hohe Transparenz, eine offene Kommunikation und flache Hierarchien im Vordergrund stehen.

 

Das Ziel ist klar, der Weg ist lang

Wie lässt sich jedoch auch im Büroalltag tagtäglich der Anspruch der Flexibilität, Veränderung und Innovation umsetzen?Wie wird eine moderne Arbeitskultur tatsächlich gelebt?

Dies kann nur über die Mitarbeiter selbst gelingen. Sie stellen die Weichen, in ihren Köpfen und in ihrem Handeln. Sie sind diejenigen, die klare Visionen und eine gemeinsame Zielsetzung entwickeln, die mit viel Team-Spirit eine Kultur der Fehlertoleranz schaffen, die auf gut funktionierender, wertschätzender Kommunikation beruht und erst die Ideenfreude und Innovationsfähigkeit erlaubt.

Aber die Mitarbeiter stellen zugleich auch die größte Hürde in diesem Prozess dar. Denn in der Theorie hört sich das alles leicht an, die Praxis sieht häufig jedoch anders aus. Es besteht immer die Gefahr, wieder in alte Rollen und Muster zu verfallen, auf Bewährtes statt auf Neues zu setzen und Routinen die Oberhand zu überlassen. Das gilt für Geschlechterrollen ebenso wie für etablierte Arbeitsweisen. Viele Geschäftsführer investieren deshalb viel Geld in Trainings und Schulungen ihrer Mitarbeiter, um ihnen neue Inhalte zu vermitteln und sie für die Zukunft fit zu machen. Inhaltlich herrscht zwar nach der Trainingseinheit Klarheit, aber zurück im Alltag verpufft der Effekt schnell.

  

Warum ist es schwierig, Veränderungen umzusetzen?

Von den Neurowissenschaften ist bekannt, dass es für uns Menschen schwierig ist geläufige Pfade zu verlassen und neue Verhaltensweisen zu etablieren. Das Gehirn zeigt, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Denn das spart zum einen Ressourcen und zum anderen ist es evolutionär bedingt sicherer, sich auf das zu stützen, was man kennt. Das bisherige Verhalten hat Spuren im Gehirn hinterlassen. Ein neuer Entschluss ist jedoch meist ein bewusster Gedanke unseres Großhirns. Doch bevor wir in einer bestimmten Situation neues Verhalten anwenden können, haben längst lang geübte unbewusste Prozesse in tieferen Hirnregionen die gewohnten Muster wieder in Gang gesetzt (vgl. Migge 2016).

Aufgrund der Bedeutung dieser unbewussten und nichtsprachlichen Gehirnfunktionen setzt man im Coaching zum Beispiel darauf, den Klienten die gewünschte Veränderung mit allen Sinnen erfahren zu lassen. Der Ziel-Zustand soll so intensiv wie möglich auf verschiedenen Ebenen erlebt werden, z.B. durch Körperbewegung, Bilder, Emotionen – all dies kommt hier Einsatz. Denn auf diese Weise erhöht sich die Chance, dass sich die gewünschte Veränderung auch im Gehirn niederschlägt.

 

So springt der Innovationsfunke über

Wer Mitarbeiter auf neue Wege schicken möchte, sollte deshalb auf die Elemente zurückgreifen, die gutes Lernen möglich machen. Wichtig ist hierfür das Schaffen eines sicheren Rahmens, in dem ohne Angst, mit viel Freude und Aktion Neues erlernt werden kann. Auch in kürzester Zeit sind so große Erfolge möglich, wenn es gelingt, in solch ein Lernumfeld vollkommen einzutauchen.

Der örtliche Rahmen spielt hierbei eine besondere Rolle. Nicht nur ein Tapetenwechsel an sich ist ratsam für die Mitarbeiter; es sollte auch ein visuell ansprechender Ort sein, der Lust macht auf Veränderung, auf Querdenken. Nicht umsonst setzen immer mehr Unternehmen auf sogenannte Innovation Labs, in denen Teams zu einem bestimmten Projekt zusammenkommen und gemeinsam in einem inspirierenden Umfeld neue Ideen entwickeln.

Und auch der Zeitfaktor ist wichtig: Ein knappes Zeitfenster von z.B. einer Woche hilft, sich anhand einer vorgegebenen Struktur zu fokussieren und ein schnelles Ergebnis in Aussicht zu haben, was zusätzlich motiviert. Ein externer Trainer und Berater begleitet und unterstützt den Prozess und sorgt mit seiner Expertise dafür, dass der sichere Rahmen für alle gewährt und durch die richtigen Impulse das Feuer bei jedem Einzelnen entfacht wird.

 

In nur einer Woche schaffen es Teams auf diese Weise, ihre Leidenschaft für ein Thema (wieder) zu wecken, ihren Teamgeist nachhaltig zu stärken, Offenheit und Individualität zu fördern und dadurch neue Ideen, Produkte oder Arbeitsmodelle zu entwickeln. Veränderung ist nicht eine Frage der Zeit, sondern des reellen Erlebens.

 

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